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Spielspaß

10/10

Interface

7/10

Funktionen

10/10

Hilfe

10/10

Community

9/10

Text

7/10

Optik

8/10

Sound

10/10

Zugänglichkeit

9/10

Einzigartigkeit

9/10

Alle Bewertungskriterien aufgeschlüsselt

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Das Sammelkartenspiel mit den Pillen

Mit vier Karten und einer Packung Pillen ab in das Gefecht! Wer denkt, es handelt sich hier um ein simples Sammelkartenspiel, das einen nicht in den Bann ziehen kann, der hat seine Rechnung ohne Urban Rivals gemacht. Zudem ist Urban Rivals ein Hybrid aus Webseite und Flashspiel.

Mentale Vorbereitung

Bei der Anmeldung haben wir die Auswahl zwischen verschiedenen Karten mit unterschiedlichen Kampfstilen. Zur Auswahl stehen Brutale Gewalt, Langsamer Tod und Kontrolle. Brutale Gewalt hört sich für uns am einfachsten an, daher wählen wir diese Karten. Angemeldet und eingeloggt in Urban Rivals, wird gleich ein Tutorial angeboten. Dieses kann auch übersprungen werden, falls man es schon drauf hat. Wir haben aber keinen Schimmer vom Spiel, wir wollen das Tutorial! Gleich begrüßt von einer seltsam proportionierten Dame beginnt das Tutorial. Die Dame nennt sich Kate und will uns gleich mal zeigen wer das As im Ärmel hat. Natürlich nur metaphorisch, denn sie ist unsere erste Gegnerin in Urban Rivals und will uns Schritt für Schritt durch den Spielverlauf führen. Kate fängt an mit den Grundfunktionen und gibt uns einen schonenden Kampf in drei Übungsspielen, um uns mit Urban Rivals vertraut zu machen.

Klein aber oho!

Mit nur vier Runden pro Spiel und vier Karten pro Spieler im Einsatz, gibt Urban Rivals uns die Illusion es sei sehr kurz. Doch weit verfehlt! In Urban Rivals wird eine unserer Karten gegen genau eine Karte des Gegners in den Kampf geschickt. Wir müssen insgesamt unsere Karte zwei Mal zuerst in den Kampf schicken. Jede Runde wird abgewechselt. Unser Ziel ist es, die gegnerischen Lebenspunkte auszulöschen. Es reicht aber auch mehr Lebenspunkte zu besitzen als unser Gegner. Unsere Karten haben zwei Attribute: Power und Schaden. Mit Power greifen wir die gegnerische Karte an und mit Schaden die Lebenspunkte des Gegners, vorausgesetzt wir gewinnen den Kampf. Zusätzlich können Karten Boni und Fähigkeiten besitzen. Diese sind einsehbar und sollten genau unter die Lupe genommen werden, denn sie beeinflussen den Kampf erheblich. Die letzte Variable im Spiel sind die Pillen, genannt Pillz. Diese multiplizieren sich mit dem Power-Attribut einer Karte. Da es nur einen begrenzten Vorrat gibt, muss der Gebrauch der Pillz gut überlegt sein. Das heißt für uns, psychologische Kriegsführung! Denn wenn wir bessere Chancen in Urban Rivals haben wollen, müssen wir, abseits von besseren Karten, bluffen und dabei versuchen die Intentionen des Gegners zu erraten. Wie bei Poker garantiert das keinen Sieg, vor allem wenn die eigenen Karten nicht sehr gut sind, aber es hilft zumindest bei menschlichen Gegnern. Versuchen wir aber diese Tricks gegen starken NPCs, scheitern wir oftmals kläglich. Es scheint als wüsste der Computer wie er uns das Leben schwer machen kann. Das hat uns manchmal doch ein wenig gefrustet!

Alle Karten in Urban Rivals haben ihre eigenen Vor- und Nachteile. Viele Vorteile stehen nicht sofort zur Verfügung. In Urban Rivals brauchen die Karten Liebe und Zärtlichkeit in Form von Kampferfahrung, um sich entwickeln zu können. Jede Karte besitzt unterschiedlich viele Weiterentwicklungen und wird bei jeder weiteren Stufe ihrer Entwicklung stärker. Erinnert an Pokémon mit den einzelnen Evolutionsstufen. Das gefällt uns, weil es Abwechslung bietet und das Spiel vielfältiger macht! Bei jedem Kampf erhalten die Karten Erfahrungen, kurz XP. Zusätzlich können Karten auch nach einem Kampf XP von der XP-Reserve erhalten, da diese sich nach jedem Spiel um einen gewissen Anteil wieder auflädt. Das finden wir gut, denn so können wir selbst entscheiden welche unserer Karten sich am schnellsten entwickeln und dadurch stärker werden sollen. Urban Rivals besitzt mehrere Spielmodi, die für viel Abwechslung sorgen. Den Classic-Modus, bei dem wir entweder gezielt gegen andere Spieler antreten oder einfach nach einem schnellen Spiel mit Gegnern gleichen Levels suchen. Dann gibt es natürlich einen Modus für das Bekämpfen von NPCs, die immer stärker werden, genannt Solo-Modus. Es folgen noch fünf weitere Modi die zur Auswahl stehen, jedoch können diese erst ab einem gewissen Level gespielt werden. Je höher unser Level, desto größer die Auswahl! Diese Modi heißen wie folgt: Tourney, Training, Death Match, Elo und Survivor. Im Prinzip lassen sich alle Modi wie ein normales klassisches Urban Rivals Spiel spielen, jedoch gibt es unterschiedliche Kartenlimitierungen, unterschiedliche Spielzeiten, mehrere Gegner und weitere Bürden. Aber wir können in diesen Modi tolle Preise abstauben, daher sind sie heiß begehrt, auch von uns!

In Urban Rivals erhalten wir nach jedem Match, neben XP, auch Clintz (kostenlose Spielwährung) und Kampfpunkte. Mit den Kampfpunkten werden wir in der Rangliste eingestuft. Spieler die öfters verlieren, wie wir, können durch das Erfüllen von Missionen trotzdem reichlich belohnt werden. Unter Missionen verstehen wir Aufträge mit einem Ziel und einem geschichtlichen Text. In Urban Rivals ist eine Mission mehr eine Art Erfolg. Die Bezeichnung Missionen verwirrte uns am Anfang, aber nach einiger Zeit gewöhnen wir uns an diese Bezeichnung. Durch das Erreichen von diesen Missionen können wir zusätzliche Kampfpunkte, Clintz, Karten und unter anderem auch Tickets erhalten. Tickets brauchen wir, um den einarmigen Banditen anzuwerfen. Dies ist eine nette Abwechslung vom eigentlichen Spiel. Dort können wir mit Glück jede Menge Clintz gewinnen. Das finden wir super, aber Vorsicht, Suchtgefahr! Des Weiteren besitzt Urban Rivals, wie viele andere Browsergames, auch eine große Rangliste, sowie Gilden in denen Spieler auch nochmal, je nach Gildenrang, durch gewisse Vorteile wie größere XP-Reserve oder mehr Clintz pro Spiel profitieren können. Urban Rivals besitzt auch einen kompetenten Chat, der zwar nicht innerhalb eines Matches genutzt werden kann, aber zu dem Zeitpunkt haben wir sowieso ganz andere Sorgen. Die Möglichkeiten sich neue Karten zu besorgen bzw. alte Karten zu verkaufen sind gigantisch. In Urban Rivals können Karten gekauft und verkauft werden, entweder über den Laden mit der kostenpflichtigen Spielwährung Credits oder über den Markt, in dem mehrere Angebote zu verschiedenen Karten zur Verfügung stehen oder über einen sicheren Tausch, welcher im Forum/Chat davor abgewickelt werden kann oder über eine Auktion. Die Auktionen finden wir besonders beachtlich. Es fühlt sich wie ein internes Ebay an. Angebot eingeben oder die Sofortkauf-Option, sofern vorhanden, nutzen. Echt klasse! Als ob das alles nicht schon genug ist. Urban Rivals hat sogar seine eigene kleine Comic Sammlung, die lesenswert und umsonst sind. Diese können online gelesen oder als PDF heruntergeladen werden. Einfach genial!

Trotz der großen Spieleranzahl, sehen wir verhältnismäßig wenig Spieler online pro Spiel-Modus. Das reicht aber völlig aus ohne Probleme einen Gegner innerhalb weniger Sekunden zu finden. Zudem sehen wir enorm viel Aktivitäten bei der Fangemeinde. So finden wir unzählige Youtube-Videos und jede Menge Urban Rivals Fanseiten. Zusätzlich unterstützt Urban Rivals die Fangemeinde dahingehend, dass die Möglichkeit geboten wird Fanseiten auf Urban Rivals hinzuzufügen. Die Fanseiten helfen auch oft bei Fragen wie: Wie baue ich mein Deck, welche Karten sind gut für mein Deck oder ähnlichem. Für Standardfragen gibt es auf Urban Rivals ein übersichtliches FAQ mit Spielregeln, zwar teils mit veralteten Bildern, aber dennoch sehr informativ und hilfreich. Sollten dennoch Fragen aufkommen, hat Urban Rivals ein super Support-Team, welches uns innerhalb von wenigen Minuten weiterhelfen kann, abhängig von der jeweiligen Tageszeit natürlich. Zudem gibt es ein Forum, welches mit teils grellen Farben uns ein wenig die Augen strapaziert, aber auch hier wird uns geholfen wenn wir Probleme haben, Tipps brauchen oder Infos suchen. Und sind wir minderjährig und unsere Eltern wollen wissen was wir da eigentlich spielen, gibt es einen Untermenüpunkt „Elternbrief“ in dem alle wichtigen Informationen für Eltern zu finden sind. Urban Rivals bietet also eine tolle Hilfe für seine Spieler und denkt auch an die ahnungslosen Eltern, spitze!

Denglisch

Die Kartenbeschreibungen sind in einem humorvollen Stil geschrieben, während andere Texte größtenteils neutral gehalten werden. Zum einen finden wir den Spaßfaktor auf den Kartenbeschreibungen wieder und zum anderen zeigt die Webseite ihre Seriosität. Nach ausgiebigem Lesen unserer Kartenbeschreibungen, wollen wir unser Deck ein wenig anpassen. Nun gibt es mehrere Formate der Decks, die je nach Spiel-Modi gebraucht werden. Ein Häkchen bei Standard visualisiert uns, das unser Deck die Voraussetzungen des Standard-Deck-Formats erfüllt. Was sind jedoch die Standardvoraussetzungen? Wir klicken auf „Standard“ und es folgt darunter eine Liste mit den entsprechenden Regeln. Als erstes kommt: „Dein Deck darf nicht weniger als 8 Charaktere enthalten.“ gefolgt von „Dein Deck darf keine doppelten Charaktere enthalten.“ Soweit so gut. Nun noch die letzte Regel: „Your Deck must be only composed by Standard Cards.“ Macht Sinn! Aber warte mal, warum lesen wir auf einmal einen englischen Satz? Leider ist dies kein Einzelfall, denn während wir uns durch die Menüs in Urban Rivals durchklicken, fällt uns auf, dass Wörter, Textzeilen oder sogar ganze Abschnitte immer wieder in Englisch geschrieben sind. Gut das wir Englisch verstehen, aber so etwas sollte nicht passieren. Hier hätten wir mehr von Urban Rivals erwartet! Auf der Urban Rivals Webseite flattern oftmals zu viele Texte und Wörter herum, die uns die Übersicht nehmen. Zudem sind sehr viele unterschiedliche Schriftfarben und Schriftschnitte im Einsatz. Von pink über gelb zu rot und blau. Auch wenn die Schriftfarben durchgängig verwendet werden, ist es doch zu viel des Guten. An manchen Stellen würden auch einfach Buttons an Stelle von puren Texteinheiten helfen, um dem Wirrwarr zu entkommen. Allgemein sieht die Webseite sehr bunt aus und vermisst leider ein durchgehendes Design mit Wiedererkennungswert. Da jede Seite unterschiedlich aussieht, müssen wir uns immer wieder erneut umschauen, um die Seite zu verstehen. Im Gegenzug dazu, sieht es im Spiel an sich sehr übersichtlich, benutzerfreundlich und einheitlich aus. Da hätten sie sich ein wenig abschauen können!

Ein Hingucker

Wir erfreuen uns immer wieder über die toll und abwechslungsreich illustrierten Karten. Sowie die Hintergrundbilder beim Kampf mit den nett gestalteten Hintergrundanimationen. Die Kampfanimation sind zwar recht schnell, aber dennoch auch sehr ansehnlich. Zudem gibt es individuelle Schlussanimationen mit der die letzte Karte ausgelöscht wird. Fantastisch! Spieler die sich Satt gesehen haben, können viele der Animationen abstellen, um einen schnelleren Spielfluss zu ermöglichen. Auch die verschiedenen Hintergrundmusikstücke überzeugen und passen in das Urban Rivals Gesamtkonzept. Soundeffekte wirken nicht zu aufdringlich und sind, genauso wie die Hintergrundmusik, deaktivierbar. Ausgezeichnet, so stellen wir uns ein gutes online Sammelkartenspiel vor! Mit dem Vollbild-Modus können wir uns komplett in den Bann von Urban Rivals ziehen lassen. Leider wirken die Grafiken und der Text bei einem größeren Bildschirm im Vollbildmodus ein wenig pixelig. Apropos Vollbild, Urban Rivals gibt es auch als speziell optimierte Apps für mobile Android- und Apple-Geräte. Das finden wir nun wirklich erste Sahne, so können wir auch unterwegs mit unserem Deck gegen andere Spieler antreten.

Fazit

Trotz der sprachlichen Macken, dem leicht verpixelten Vollbildmodus und der nicht immer sehr übersichtlichen Webseite, ist Urban Rivals ein sehr überzeugendes online Sammelkartenspiel. Anders als bei vielen Konkurrenten lebt Urban Rivals, neben gut ausgewählten Karten, vom Bluffen. Durch das Belohnungssystem sind vor allem Neueinsteiger motiviert, da diese selbst bei einer verlorenen Partie Belohnungen abstauben können. Die vielen unterschiedlichen Modi, die Spiele gegen die NPCs und der einarmige Bandit sorgen für genug Abwechslung im Spiel, damit es nicht langweilig wird. Urban Rivals bietet seiner Community viele Möglichkeiten das Spielerlebnis mit zu gestalten und erschafft dadurch ein stärkeres Band zwischen sich und den Spielern. Durch die speziell optimierten Apps können Spiele auch unterwegs bestritten werden und sind ein prima Zeitüberbrücker. Wer nicht unbedingt der beste Stratege ist, aber ein guter Bluffer, Spaß an Sammelkartenspielen hat und Humor gegenüber nicht abgeneigt ist, sollte jetzt mit Urban Rivals anfangen.

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