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Spielspaß

6/10

Interface

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Funktionen

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Hilfe

8/10

Community

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Text

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Optik

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Zugänglichkeit

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Goodfellas 1930 – Bau dein Imperium

Im Strategie-Browsergame Goodfellas 1930 bauen wir uns eine Fassade auf, um das Verkaufen von Drogen und Alkohol zu vertuschen. Wenn nötig wird auch die Polizei geschmiert, damit wir ungestört Geld machen können. Unser Ziel in Goodfellas 1930 ist es, ein großes Imperium aufzubauen und daraus immer mehr Kohle zu schöpfen, um die Nummer eins unter den Mafiosi zu werden.

Die Fassade wird gebaut

Nach einer schmerzlosen Registrierung kommt uns in Goodfellas 1930 gleich ein Fenster mit einer Beglückwünschung für unseren ersten Distrikt entgegen. Wir erhalten zusätzlich +15 und dabei haben wir uns nur angemeldet! Eine Belohnung für das Nichtstun, finden wir nicht motivierend. Aber wir fragen uns was es mit diesen +15 auf sich hat. Wie sich herausstellt sind diese +15, Game-Score-Punkte. Game-Score-Punkte sind nichts anderes als eine Punktezahl für die erreichten Erfolge. Es wäre sinnvoll gewesen, diese Info zu den +15 dazuzuschreiben, denn das kann so alles Mögliche sein. Wir schließen das Fenster und können nun unserem Spielcharakter einen Vor- und Nachnamen verleihen. Wir werden darauf hingewiesen, nicht unsere echten Namen aus Datenschutzgründen zu benutzen. Diesen Hinweis finden wir löblich, da an unsere Sicherheit gedacht wird. Danach werden wir von einem Mafioso in New York willkommen geheißen. Dieser stellt sich zwar nicht vor, aber sein Don hat ihn geschickt, um uns den Start zu erleichtern. Ein netter Don, den er da hat! Wir folgen dem zwölfteiligen Tutorial und bauen unsere öffentliche Fassade auf. Für jedes Gebäude bekommen wir ein Glückwunsch-Fenster mit ein paar neuen Game-Score-Punkten. Nachdem die ersten Gebäude fertig sind, kommen wir zum eigentlichen Geschäft. Jetzt wird es interessant! Bei dem Bau der Fabrik, haben wir die Wahl zwischen Drogen und Alkohol. Bei Drogen verdienen wir deutlich mehr, aber unser Ansehen kann enorme Schäden davon tragen. Beim Brennen von Alkohol verdienen wir wenig, aber wir können unser Ansehen wahren. Wir sind aber ein Vollblut-Mafioso mit dem Motto: „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“. Daher entscheiden wir uns für das Drogengeschäft. Nun kommen noch paar wichtige Tipps von unserem Mafia-Freund, wie das Schmieren von Cops uns vor Razzias schützt oder wie wir extra Geld durch Erpressungen verdienen können. Am Ende sagt er noch „Allora Ragazzo!“ und bei Fragen sollen wir in der Hilfe nachschauen. Wir bekommen noch ein Geschenk für die harte Tutorial-Arbeit, ein Item für zehn Prozent mehr Lagerkapazität. Das Tutorial lohnte sich also und war hilfreich. Trotzdem hätte uns ein kleiner Rundgang und weitere Vorführungen bei den anderen Menüpunkten nicht geschadet.

Jetzt müssen wir erst einmal unser Distrikt auf Vordermann bringen. Das heißt, die einzelnen Gebäude ausbauen, damit mehr Besucher in unser Distrikt kommen und mehr Geldeinnahmen dadurch entstehen. Wir haben verschiedene Gebäude in unserem Distrikt. Wir unterscheiden zwischen Gebäuden, die uns Besucher, sowie stündlichen Lohn versprechen und Gebäuden, die uns andere Möglichkeiten bieten. Ein solches Gebäude wäre zum Beispiel der Boxstall. Durch das Ausbauen des Boxstalles erhalten wir zusätzliche Fertigkeitspunkte, welche unseren Soldaten zugewiesen werden können. Außerdem gibt es die Fabrik, die uns beim Ausbauen stündlich mehr Drogen verspricht. Dann haben wir noch unser Lager, dort können die Kapazitäten der einzelnen Ressourcen, also Dollar, Alkohol und Drogen weiter ausgebaut werden. Und zuletzt noch unser Hauptquartier, welches mit jeder weiteren Ausbaustufe die Zeit für das Anheuern von Soldaten und das Kaufen von Fahrzeugen verringert. Bei dem Hauptquartier, der Fabrik und dem Boxstall haben wir jeweils einen Betreten-Button. Dieser führt uns zu weiteren Optionen. Sonderbar ist aber, dass der Betreten-Button vom Hauptquartier und von der Fabrik uns in das Hauptquartier-Menü weiterleiten, während wir beim Boxstall ein eigenes Fenster erhalten. Schade, dass dies nicht einheitlich gelöst ist. Wenn der Betreten-Button vom Boxstall auch zum Hauptquartier-Menü führen würde, hätten wir alle Optionen beieinander und hätten dementsprechend einen schnelleren, zentralen Zugriff zu den Optionen. Sonderbar ist im ersten Moment auch der Button zum Herunterstufen von Gebäuden, ohne Geld-Zurück-Garantie. Diese Option soll wahrscheinlich als Rache dienen für Gegner, die unsere Distrikte erobern wollen. Zwar ist dies nicht so effektiv wie eine Bombe, aber da wir unsere Distrikte leider nicht verteidigen können, weil wir zu schwach sind, muss es zum Ärgern reichen.

Ein Mafioso geht herum

Wir haben nun einen ordentlichen Haufen Drogen zusammenbekommen und haben genügend Besucher, um ein wenig Extra-Geld verdienen zu können. Die Drogen können wir im Hauptquartier-Menü verkaufen. Der Verkaufspreis ändert sich öfters, daher sollten wir schauen, dass wir uns den richtigen Augenblick zum Verkaufen aussuchen. Das finden super, denn so lernen wir mit Angebot und Nachfrage umzugehen. Durch den Verkauf von Drogen haben wir nun eine Geldspritze erhalten, mit der wir nun ein paar Soldaten anheuern können. Diese brauchen wir, um andere Distrikte anzugreifen. Das Anheuern von Soldaten lässt sich, wie der Drogenverkauf, im Hauptquartier-Menü bewerkstelligen. Damit die Soldaten jemanden angreifen können, müssen wir zum Karten-Menü. Auf der Karte lassen sich die einzelnen Städte auswählen, die sich mit steigendem Respekt freispielen lassen. Bisher steht uns nur New York zur Auswahl. In New York haben wir eine Draufsicht auf lauter kleine quadratische Distrikte. Die Distrikte sind nicht sehr attraktiv gestaltet und könnten einen neuen Anstrich vertragen. Zudem sind wir doch ein wenig nah und sehen kaum etwas von unserem Umfeld. Wir haben auf der rechten Seite die Möglichkeit 50 Prozent heraus zu zoomen. Für 100 Prozent brauchen wir einen Premium-Account. Diese Option ist leider sehr hilfreich, da die Karte sich nur über vier Pfeile an den Rändern der Karte navigieren lässt. Das ist wirklich sehr anstrengend, vor allem wenn wir auf der Suche nach einem für uns angreifbaren Distrikt sind. Da bei uns hauptsächlich Distrikte mit sehr hohem Level sind, ist Chance sehr hoch, auf großen Widerstand zu stoßen. Aber alle schwachen Distrikten in der Gegend, haben in der Regel noch einen aktiven Noobschutz und können daher nicht angegriffen werden. Wir brauchen oftmals viel Geduld bis wir ein passendes Ziel finden.

Endlich finden wir ein Distrikt, welcher einem Spieler gehört, der glücklicherweise keiner Familie (Gilde, Clan) angehört. Wir wollen diesen Distrikt überfallen und merken, dass wir um Ware transportieren zu können noch ein Transportmittel brauchen. Schade das der Überfall nicht mit im Tutorial enthalten war. Denn sonst hätten wir das von Anfang an gewusst. Aber wir haben es trotzdem recht schnell herausgefunden und bauen uns nun ein Automobil im Hauptquartier-Menü. Nachdem das Automobil fertiggestellt ist, geht es aber endlich zum Überfall. Diesmal hält uns nichts mehr auf! Wir schicken einen kleinen Trupp samt Auto zum feindlichen Distrikt. Das kann je nach Entfernung und Automobilart unterschiedlich lang dauern. Solang unser Überfall noch anhält, stöbern wir ein wenig beim Personal, denn dort gibt es außer Soldaten noch drei weitere Gestalten. Einen teuren Anwalt, den wir brauchen wenn wir einen ganzen Distrikt übernehmen wollen. Dies ist aber nur möglich wenn es nicht der Hauptdistrikt eines Spielers ist oder der Distrikt durch ein Schutz-Item beschützt wird. Dann gibt es noch den Consigliere, der für sieben Tage Alkohol und Drogen selbstständig verkauft, ist aber leider nur für Coins (Premiumwährung) zu haben. Und zu Letzt den Geldeintreiber mit dem wir Schutzgeld von anderen Spielern erpressen können. Diesen typischen Mafia Job finden wir toll, leider endet dieser bei uns immer mit einem Geldeintreiber, der Blei fressen darf. Damit darauf einer eingeht, müssen schon mächtige Personen dahinter stehen, wir sind leider noch kein mächtiger Mafioso und verlieren im Handumdrehen alle unsere Geldeintreiber. Das war wohl eine Fehlinvestition!

Mittlerweile ist unser Überfall geglückt und unsere Truppen bringen Geld und Alkohol mit. Das ist eine erfreuliche Nachricht. Das Spielchen kann leider auch umgekehrt laufen. Wenn ein starker Gegner uns unentwegt mit vielen Angriffswellen das Leben schwer macht, ist das ganze nicht mehr so lustig. Um solche Angreifer abzuwimmeln, müssen wir so unattraktiv wie möglich wirken. Das heißt, wir müssen unsere Drogen verkaufen und unser Geld ausgeben bis der Angreifer eintrifft. Damit dieser möglichst mit leeren Händen nach Hause geht. Leider können wir, bei regelmäßigen Angriffen, auf diese Weise nie viel Geld zusammen sparen. Das ist dann doch ein wenig ätzend, denn wir haben leider keinen zweiten Distrikt, um unsere Ressourcen verlagern zu können oder eine Familie, die uns den Rücken freihält. Leider ist man als Anfänger, sobald man den Noobschutz verlässt, Freiwild für die starken Spieler. Wir bauen zur Abwehr jedes Mal paar Soldaten, die alle leider das Zeitliche segnen. Das diese kleinen Abwehreinheiten nicht so wirklich schlau waren, merken wir später als unser Rang immer weiter nach unten fällt. Wenn wir mehr Einheiten in Kämpfen verlieren, als wir vernichten, fallen wir auch schnell im Rang und können sogar extrem weit hinter unseren Einstiegsrang rutschen. Das finden wir doch echt hart! Das wirkt sich negativ auf unseren Spielspaß aus. Zudem hat es sich bei uns ergeben, dass wir von einem Typ Soldat minus neun Einheiten haben. Wie das passieren konnte, wissen wir auch nicht. Aber es ist nervig, denn um wieder andere Distrikte überfallen zu können, müssen wir diese Zahl erst wieder auf null bringen und das ist leider nicht umsonst. Diese Spielerfahrungen haben einen bitteren Nachgeschmack auf unserer Zunge hinterlassen.

Einen neuen Distrikt können wir uns entweder für Coins kaufen oder wir reisen uns einen Distrikt bei einem Überfall, dank eines teuren Anwaltes, unter den Nagel. Wir können durch tägliches Einloggen alle fünf Tage paar Coins verdienen oder durch Einladen von Freunden zusätzliche Coins ergattern. Leider reichen diese kostenlosen Coins nicht wirklich aus, um unser Reich bedeutsam zu erweitern. Wir müssen uns entweder mit vielen Spielern verfeinden und das wird gewiss nicht gut enden oder doch zu den teuren Coins greifen. Dass das Gameplay doch sehr auf das Kaufen von Coins abzielt, ist leider sehr schade und lässt den Spielspaß schwinden. Selbst für einen Urlaubsmodus benötigen wir Coins. Zum Glück kostet das Gründen einer Familie und das Beitreten einer Familie nur Dollar und keine Coins. Eine Familie ist unsere einzige wirkliche Alternative, um in Goodfellas 1930 zu überleben. Besteht die Familie jedoch auch nur aus schwachen Mitgliedern, haben wir immer noch keine guten Karten gegen erfahrene Spieler. Aber zumindest können uns Spieler Einheiten und Ressourcen zukommen lassen, das finden wir super! Zum Glück gibt es auch noch Gangs, also ein Bund von Familien. Damit haben wir eine reale Chance , auch als Anfänger. Leider dauert es oftmals sehr lange, bis wir in einer Gang landen. Die Option, dass Familien sich offiziell zu einer Gang zusammenschließen können, finden wir originell und gefällt uns richtig gut!

Solang der Finger den Abzug findet

In Goodfellas 1930 kommen wir mit den Menüs, auch ohne ein ausführliches Tutorial, schnell zurecht. Das Interface besteht hauptsächlich aus rechteckigen Elementen, die durchgängig in den einzelnen Menüs verwendet werden. Daher fällt uns die Orientierung und die Bedienung in den jeweiligen Menüs leicht. Vor allem hat fast jedes interaktive Element einen Tooltip, sofern es nicht bereits textlich bezeichnet ist. Das stimmt uns positiv. Durch unseren Spielernamen, der sich links im Kopfbereich befindet, gelangen wir zu unserem Profil mit den kompletten Einstellungen. Unser Profil und die Rangliste, die sich unverständlicherweise in der darüberlegenden Hilfe-Leiste befindet, sind beides wichtige Punkte und sollten im Hauptmenü einen Platz finden. Bauaufträge befinden sich neben dem Hauptmenü und können, um Platz zu sparen, eingeklappt werden. Das finden wir gut, denn so haben wir stets die komplette Sicht über unsere darunterliegenden Spielfläche. Super für Spieler mit kleinem Bildschirm bzw. kleiner Auflösung ist die Möglichkeit den gesamten Kopfbereich einzuklappen.

In Goodfellas 1930 finden wir viele 3D-Grafiken, die zwar passend zum Mafia Genre gestaltet sind, aber teilweise leblos wirken. Durch den Kopfbereich und die 3D-Bilder entsteht in Goodfellas 1930 ein zu buntes Gesamtbild. Das passt wiederum nicht so richtig zum Mafia Genre, finden wir. Die Icons des Hauptmenüs sind ebenfalls in 3D gestaltet. Leider brauchen wir einige Zeit, bis wir die einzelnen Icons richtig zuordnen können. Dank den Tooltips finden wir uns trotzdem schnell zurecht. Im Distrikt-Menü gibt es auch einen Wechsel von gutem Wetter am Tag und regnerischem Wetter am Abend. Diese Tag- und Nacht-Darstellung im Browsergame, finden wir originell. Das finden wir eine nette Idee. Die unterschiedlichen grafischen Darbietungen der Distrikt-Gebäude in den verschiedenen Städten, sorgt für Abwechslung. Die Distrikte auf der Kartenansicht hingegeben, sind viel zu eintönig und langweilen uns. Trotz der abwechslungsreichen Distrikt-Gebäuden, hat Goodfellas 1930 viele grafische Schwächen, die es noch aufzubessern gilt. Uns ist zudem negativ aufgefallen, dass wir nach mehreren Minuten Inaktivität ausgeloggt werden. Zudem landen wir auf der Anmelde-Seite und werden von einer störenden Werbung geplagt. Wenn wir diese Werbung schließen, müssen wir extra noch auf den Log in-Button klicken, damit wir uns erneut einloggen können. Das ist doch sehr nervig! Aber Goodfellas 1930 bietet uns dafür ein ordentliches Forum, viele Begriffserklärungen und einen guten Support. Das ist wiederum super!

Fazit

Goodfellas 1930 hat durchaus viel Potential und bietet sogar originelle Funktionen wie die Gangs, also ein Bund aus Familien oder der variierende Verkaufspreis für Waren. Auch das Interface von Goodfellas 1930 punktet durch seine Übersichtlichkeit. Leider sind zu viele Optionen abhängig von der Premiumwährung. Das ist sehr ärgerlich, da es das Browsergame zwischen zahlenden und nicht zahlenden Spielern zu unausgeglichen macht. Weniger Premium-Funktionen, ein bisschen mehr Abwechslung und eine neue erfrischende Optik würden Goodfellas 1930 zu einem richtig guten Browsergame machen. Spieler, die über 16 Jahre alt sind, die Mafia lieben, gerne ein wenig Geld in etwas Premiumwährung investieren und sich am liebsten illegal ausbreiten würden, können sich hier austoben.

Alternativen

Wer auf Mafia-Rollenspiele steht, mit düsterer Optik, packenden Geschichten und originellen Funktionen für den könnte Chicago1920 genau das Richtige sein. Wer Interesse an einem strategischen Mafia-Aufbauspiel hat und leidenschaftlich chattet, der kann bei Der Pate – Fünf Familien Beta einen Volltreffer landen. Spieler die gerne Items sammeln und auf bunt illustrierte Grafiken in einem Mafia-Rollenspiel im Comic-Stil stehen, sollten Goodgame Mafia unter die Lupe nehmen.

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