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Spielspaß

9/10

Interface

9/10

Funktionen

9/10

Hilfe

7/10

Community

9/10

Text

9/10

Optik

7/10

Sound

10/10

Zugänglichkeit

7/10

Einzigartigkeit

7/10

Alle Bewertungskriterien aufgeschlüsselt

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Mightymania
Schmuck-Checker
Note: 1,8

» Der Pate - Fünf Familien Beta im Test

Kategorien:
Rollenspiel, Strategie, Mafia / Gangster, Flash Game

Testserie:
4 Mafia Browsergames im Test vom 16.08.2012

Screenshots

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Der Pate ist zurück

Der Pate – Fünf Familien Beta ist das Flash-Browsergame zum Film-Klassiker Der Pate. Hier wird die Rivalität der fünf Mafia-Familien in New York City fortgeführt. Es werden Wohnsitze übernommen, Schläger angeheuert, Gangs bekämpft und Geld erpresst und wer sich wehrt, wird sich wünschen, dem Don mehr Respekt entgegengebracht zu haben. Nur als Nummer eins wird man zum Don der eigenen Familie und somit einer der fünf einflussreichsten Mafiosi der Geschichte.

Der Anfang eines jeden Mafiosi

Angemeldet mit einer E-Mail-Adresse und einem Passwort geht es weiter mit der altbekannten Musik vom Film Der Pate. Diese Musik versetzt uns sofort in die Zeit des Paten und wir können es kaum erwarten unser eigenes Mafia-Imperium aufzubauen. Nun haben wir die Wahl zwischen genau einem männlichen und genau einem weiblichen Avatar. Diese Auswahl hätte durchaus größer sein können. Wir entscheiden uns natürlich für den männlichen Avatar und werden im Spiel gleich von einem Mafioso begrüßt. Er stellt sich leider nicht vor, aber er dient uns als Tutor und zeigt mit leuchtenden Pfeilen und blauen Umrahmungen was zu tun ist. Dadurch liegt unser Fokus immer nur auf einem Element und wir können Schritt für Schritt einzelne Teile des Spieles kennen lernen. Das finden wir gut, da wir nicht zu viele Informationen auf einmal verarbeiten müssen. Kurz darauf steht unser Anwesen in Flammen, wir rächen uns gleich mit einem Angriff auf die verantwortliche Gang. Wir gewinnen schnell und einfach und haben, laut unserem Tutor, die fünf Familien schwer beeindruckt. „Die lassen sich aber schnell beeindrucken“, denken wir uns und gähnen eine Runde. Nun haben wir die Möglichkeit uns einer Familie anzuschließen. Zur Wahl stehen uns die aus dem Film bekannten Familien Cuneo, Stracci, Tattaglia, Barzini und nicht zu vergessen die Corleone. Bei jeder Familie erhalten wir einen Ressourcen-Bonus für sieben Tage, jedoch mit verschiedenen Prozentsätzen. Diese werden durch die Spieleranzahl der jeweiligen Familie bestimmt. Die Familie mit den wenigsten Spielern, bekommt den größten Anfangs-Bonus und die Familie mit den meisten Spielern, erhält gar kein Bonus. Das finden wir gerecht, denn so erhalten die Familien einen möglichst ausgeglichen Zuwachs. Jedoch ist, wie erwartet, Corleone die beliebteste von allen Familien. Geködert von dem saftigen Ressourcen-Bonus, entscheiden wir uns jedoch für die Familie Cuneo.

Noch nicht ganz abgeschlossen mit dem Tutorial, erhalten wir von unserer Familie noch ein paar Items als Willkommensgeschenke. Diese befinden sich bereits in unserem Inventar und sind gut verstaut. Darunter befinden sich Items wie Ressourcen-Boni oder Zeitverkürzungen und können uns in schweren Zeiten aushelfen. Diese Items sollen uns als Appetitanreger für die Items dienen, die wir uns nun täglich erspielen können oder auch im Shop mit der Premiumwährung kaufen können. Nun haben wir die Chance uns einen Namen zu überlegen, den wir im Spiel nutzen wollen. Nach der Eingabe eines Namens befinden wir uns im Auftragsmenü. Dort sehen wir, dass wir den Auftrag „Wähle deinen Namen“ erledigt haben und erhalten dafür Ressourcen. Das war ein wenig unerwartet und erinnert an manchen Lehrer der auch Punkte für das Eintragen des Datums bei einer Klassenarbeit vergibt. Die Einführung ist nun vorbei und wir müssen unser Schicksal allein in die Hand nehmen. Wir fassen noch einmal kurz zusammen, was wir im Tutorial gelernt haben: Wir können Gebäude bauen, Gangs angreifen und dabei auch Waffenlager-Items erbeuten, Kampfberichte lesen, Items mit der Premiumwährung kaufen und einsetzen, auf verschiedene Ansichten wechseln und Aufträge erfüllen. In unseren Augen ist das Tutorial ein wenig zu kurz geraten. Viele Menüpunkte wurden gar nicht angesprochen und wie wir uns in Kriegszeiten verhalten sollen, ist uns auch nicht klar.

Mafioso der Baumeister

Noch befinden wir uns im Auftragsmenü. Dort steht noch ein weiteres Ziel bereit für uns. Wir sollen ein Restaurant bauen. Bevor wir das aber tun, schauen wir uns mal die Zielbeschreibung etwas genauer an. Das Ziel und die Belohnungen stechen hervor, das finden wir super. Leider geht der humorvolle Beschreibungstext der einzelnen Aufträge und die dazugehörige Überschrift durch die Schriftgröße bzw. Hintergrundfläche ein wenig unter. Zusätzlich gibt es für jeden Auftrag eine Schritt für Schritt Anleitung wie das Ziel erreicht werden kann. Somit kennen wir auch den Weg zum Ziel, auch ohne am Anfang ein endlos langes Tutorial überstehen zu müssen. Das finden wir eine super Idee. Kaum haben wir das Restaurant gebaut, stehen für uns schon die nächsten Aufträge bereit. Es gibt Unmengen von Aufträgen bei Der Pate – Fünf Familien Beta. Daher haben wir immer ein Ziel vor Augen und es wird uns nicht langweilig. Das finden wir klasse.

Jetzt heißt es bauen, bauen und noch einmal bauen, denn wir wollen den Ressourcen-Bonus und den Anfängerschutz, der ebenfalls für sieben Tage gilt, ausnutzen. Wenn der Anfängerschutz ausläuft, sind wir eine Zielscheibe für jeden Spieler. Sieben Tage hört sich kurz an, aber wir können sehr viel erreichen, wenn wir nur am Ball bleiben. Um ein Gebäude zu bauen bedarf es Ressourcen, paar Sekunden Wartezeit und einen zur Verfügung stehenden Bauplatz. Wir können Gebäude leider nicht frei in unserem Wohnviertel platzieren. Das finden wir ein wenig schade. Damit wir kein Defizit bei einer Ressource haben, sollten wir gleich mehrere Gebäude jeder Ressource bauen. Am Anfang stehen uns nur wenige Bauplätze zur Verfügung und wir müssen daher kreuz und quer Gebäude für die gleiche Ressource bauen. Im späteren Verlauf werden es immer mehr Gebäude in unserem Wohnviertel und wir verlieren schnell den Überblick und wissen nicht von welchem Gebäudetyp wir wie viel bereits gebaut haben. Das ist natürlich schlecht, da wir versuchen sollten, ausgeglichen zu bauen. Eine Anzeige für die Anzahl der jeweiligen Gebäudetypen wäre hier sehr hilfreich. Gebäude können zudem weiter ausgebaut werden und steigen damit im Level. Mit jedem Level erhöhen sich die Ressourcen-Anforderungen und vor allem die Wartezeiten. Während am Anfang noch paar Sekunden oder Minuten die Regel sind, so sind bei höheren Levels sogar Wartezeiten bis zu über einem Tag möglich. Daher müssen wir uns genau überlegen was wir als nächstes Bauen. Durch jedes Gebäude erhalten wir eine erhöhte Rate und Kapazität einer Ressource. Bei einem Wohnhaus erhalten wir zusätzlich auch mehr Einfluss. Leider wissen wir nicht für was der Einfluss steht. Wenn wir auf ein Wohnhaus klicken, öffnet sich ein Fenster mit vielen Informationen. In diesen Informationen steht unter anderem auch, dass wir mehr Einfluss durch das Ausbauen unseres Wohnhauses erhalten. Aber erst nach einem Gespräch mit einem Mitspieler im internen Spielchat fällt uns auf, dass es noch einen zweiten Karteireiter im Wohnhaus-Detail-Fenster gibt. Aufgrund dessen, dass der Karteireiter schwarz ist und auf einem dunklen Hintergrund abgebildet ist, konnten wir nur mit Nachhilfe diesen Karteireiter entdecken. Hier würde ein größerer Kontrast um einiges helfen. In dem zweiten Karteireiter wird auch beschrieben, was der Einfluss bewirkt. Mit mehr Einfluss können mehr Einheiten auf einen Schlag gebaut werden. Diese Information hätten wir uns gleich vor Ort gewünscht, denn der Zusammenhang ist nicht selbsterklärend.

In der Anwesen-Ansicht von Der Pate – Fünf Familien Beta finden wir logischerweise unser eigenes Anwesen. Hier stehen verschiedene Gebäude, die ausgebaut werden können. Bei diesen Gebäuden können die Bauzeiten sich bei höherem Level über mehrere Tage erstrecken. Jedes dieser Gebäude verleiht uns zusätzliche Vorteile. Auch hier taucht das gleiche Phänomen mit den schwarzen Karteireitern und dem dunklen Hintergrund auf und lässt uns viele Optionen oftmals übersehen. Die Karteireiter sollten unbedingt auffälliger gestaltet werden. Die Gebäude auf dem Anwesen werden nach und nach mit höherem Spieler-Level freigeschaltet. Genauso wie die vier Geldeinnahmequellen in der Wohnsitz-Ansicht: Bahnhof, Flemming Theater, Tonys Autowerkstatt und The Fat Cat Club. Hier können von alle fünf Minuten bis zu alle paar Stunden, je nach Gebäude, feste Geldbeträge einkassiert werden. Das finden wir gut, auch wenn es im späteren Spielverlauf keine großen Beträge sind, werden so aktive Spieler belohnt.

Wer sich zu früh freut..

Um im Familienrang aufzusteigen brauchen wir Respekt. Unser Level ist hier nicht von Bedeutung. Das Level hilft hauptsächlich beim Freischalten von Gebäuden. Unser eigener Respekt und der Respekt unserer Familienmitglieder entscheiden über unsere Position in der Familie. Wir erhalten mehr Respekt durch unsere Gebäude, manchen Typen von Einheiten, Forschungen oder durch das Angreifen anderer Spieler. Toll hätten wir gefunden, wenn wir eine Anzeige hätten, die uns sagt wie viel Respekt wir für unseren nächsten Familienrang brauchen. Toll hätten wir auch eine Unterhalts-Anzeige beim Bau von unseren Angriffseinheiten gefunden. Denn die Unterhaltskosten steigen bei größeren Mengen an Angriffseinheiten sehr schnell in die Höhe. Aber wenigstens haben wir eine erfrischend große Auswahl an Angriffseinheiten mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen, die nach und nach freigeschaltet werden können. Das bringt Abwechslung ins Browsergame und motiviert uns neue Einheiten frei zu spielen.

Wenn wir nun ein Gebäude im Bau haben, eine Forschung am laufen und Einheiten trainieren, bleibt uns, neben dem Chatten mit anderen Spielern, nur noch eine letzte Beschäftigung und zwar mit den vorhandenen Einheiten die Nachbarschaft aufmischen. Wir können entweder Gangs angreifen, Ressourcen und sogar Waffenlager-Items dabei abstauben oder wir können Stadtbezirke erobern und uns somit einen dauerhaften Ressourcen-Bonus sichern. Jetzt beginnt der richtige Spaß! Wir greifen einen Stadtbezirk mit niedrigem Level an und erobern ihn zugleich. Alles andere als ein Sieg wäre auch eine Überraschung gewesen. Da dieser Stadtbezirk nun unter unserer Kontrolle steht, bleiben unsere Einheiten dort stationiert. Um einen weiteren Angriff, dieses mal auf einen Stadtbezirk mit höherem Level, durchführen zu können, holen wir unsere Einheiten wieder zurück. Wir erleiden viele Verluste, aber wir gewinnen! Jedoch merken wir danach, dass wir diesen Stadtbezirk nicht eingenommen haben. Das verärgert uns wirklich sehr. Was ist bloß passiert? Nach genauer Suche durch die verschiedenen Menüs, finden wir heraus: Die Anzahl an Stadtbezirken, die wir besitzen können, ist abhängig vom Herrenhaus, also ein Gebäude von unserem Anwesen. Je höher das Herrenhaus-Level ist, desto mehr Stadtbezirke können wir auch erobern. Das heißt, wir hatten schon die maximale Anzahl erreicht und daher wurde der Stadtbezirk, trotz des Sieges, nicht unserem Imperium hinzufügt. Das finden wir sehr schade. Und all das, nur weil wir keine kleine Warnung bekommen haben. Für uns heißt es, dass wir erst einen Stadtbezirk aufgeben müssen, bevor wir uns einen neuen und besseren unter den Nagel reisen können. Trotz der Gefahr, dass wir sogar den Kampf verlieren, uns durch den aufgegebenen Stadtbezirk ein Ressourcen-Bonus fehlt und Zeit brauchen neue Einheiten zu trainieren. Das hört sich schon sehr hart an. Zudem haben wir keine Möglichkeit Angriffe, Forschungen oder Bauaktionen abzubrechen. Das stimmt uns negativ, denn ein Fehlklick kann immer schnell passieren.

Fragen kostet nichts

Um die Community mit einander zu verbinden bietet uns Der Pate – Fünf Familien Beta einen ausklappbaren Chat-Bereich. Dort treffen wir häufiger sehr hilfsbereite erfahrene Spieler an, die uns auch ab und zu gute Tipps mit auf den Weg geben. Der Chat ist in drei Räume aufgeteilt: Alle, Familie und Bande (Clan/Gilde). Im Alle-Chatraum können alle miteinander chatten, beim Familien-Chat texten nur Spieler von unserer Familie und beim Banden-Chat sind nur Mitglieder von unserer Bande vertreten, sofern wir uns in einer Bande befinden. Jeder Bereich hat seine eigene Textfarbe. Das ist eine gute Idee zur optischen Unterscheidung der jeweiligen Gespräche. Da wir z.B. unseren Banden-Chat auch im Familien-Chat sehen, damit wir nichts verpassen. Das finden wir super, kann aber auch schnell dazu führen, dass wir im falschen Chat antworten. Der Chat ist wirklich sehr hilfreich, um schnell an Informationen zu kommen oder sich einfach nur mit Leuten zu unterhalten.

Um uns nach einer Bande zu erkundigen, können wir bequem den Chat benutzen. Und mit Glück kommt man in eine sehr aktive Bande, die die Ambition hat Nummer eins zu werden. Diese unterstützen uns auch, in dem sie uns gestatten ihren Überschuss an Ressourcen durch einen Angriff zu kapern. Dafür müssen wir aber kurz aus der Bande rausgehen, angreifen und danach wieder beitreten. Dieser Umweg, den Spieler oft nutzen, könnte man durch ein kleines Handelssystem in der Bande lösen. Schade ist auch das wir keine Freundesliste haben oder eine Anzeige, wer gerade online ist in der Bande. Wir sehen nur wer an welchem Tag als letztes online war. Mehr Transparenz hätten wir uns auch bei den Bond-Tickets oder dem Ambrosini-Turm gewünscht. Mit 100 Bond-Tickets können wir ein neues Wohnviertel erwerben, jedoch haben wir keinen Hinweis darauf gefunden, dass wir erst bei Gangs Level sechs und höher diese Bonds erbeuten können. Der Ambrosini-Turm gibt Ressourcen-Boni sobald er von einer Familie für mindestens fünf Minuten gehalten wird. Auch hier fanden wir im Spiel selbst keine Aufklärung. Daher mussten Forum und Chat uns zur Seite stehen, damit wir uns dieses Wissen mühsam aneignen konnten.

Mit einer Augenklappe sieht man nur halb soviel

Jetzt wollen wir mal über das Interface reden. In Der Pate – Fünf Familien Beta sind alle vier Seiten mit interaktiven Buttons bestückt. Rechts die Aktivitäten, unten rechts das Hauptmenü, unten in der Mitte die verschiedenen Ansichten, unten links der Chat, auf der linken Seite weitere Buttons und oben finden wir Ressourcen- und Profil-Informationen. Und nochmal ein Tick weiter oben befinden sich noch weitere Informationen wie der Server, die Sprache oder die Uhrzeit. Trotz der vielen Elemente, bleibt das Interface recht übersichtlich. So weit so gut. Ein schwerwiegendes Problem mit dem Interface gibt es aber doch: Es ist im Weg! Oftmals wollen wir auf der linken Seite eines unserer Gebäude anklicken und kommen nicht so recht mit dem Mauszeiger hin. Das ärgert uns, da wir mehrere Versuche brauchen, sowie viel Hin- und Herziehen der Karte. Manche Teile des Interfaces lassen sich glücklicherweise einklappen, viele aber nicht. In Der Pate – Fünf Familien Beta gibt es drei Ansichten: Anwesen, Wohnviertel und Stadt. Vor allem in der Stadt-Ansicht merken wir, wie viel Platz uns das Interface raubt. Durch die Kombination [Strg] + [Mausrad-Drehen], während die Maus auf dem Rand der Webseite liegt, lässt sich die Spielfläche vergrößern. Übrigens ist dies eine Funktion des Browsers und nicht des Browsergames. Jedoch kommt es häufig zu einem Bug mit den Aktivitätsanzeigen und daher spielen wir in Originalgröße weiter. Hier hätten wir uns, zumindest in der Stadt-Ansicht, einen Zoom gewünscht, da wir uns hier beinahe endlos in der Nachbarschaft umschauen können. Allgemein ist es sehr schade, gerade für ein Flashgame, dass es keinen Vollbildmodus gibt oder das sich das Browsergame zumindest an die Größe des Browserfensters anpasst.

Im unteren rechten Eck befindet sich immer noch unser Tutorial-Mafioso. Dieser erzählt uns von neuen Aufträgen oder welche wir bereits erledigt haben, sofern wir mit der Maus über ihn fahren. Er dient ebenfalls als Button, um zu den aktuellen Aufträgen zu gelangen. Aber so wirklich brauchen wir unseren Mafioso nicht, denn im Menü darunter gibt es bereits einen Button für die aktuellen Aufträgen. Zudem wird die Zahl der erledigten Aufträge im Button angezeigt. Daher hätten sich die Entwickler von Der Pate – Fünf Familien Beta den Mafioso im späteren Spielverlauf sparen können. Vor allem da dieser dem Spieler nur zusätzlich die Sicht verdeckt. Wo aber nicht gespart werden sollte, sind Tooltips. Zum Glück wurde hier nicht gespart. Fast jeder Button besitzt einen Tooltip und ist durch ein Icon oftmals schnell zu verstehen. Das stimmt uns positiv. Tooltips gibt es auch auf den einzelnen Ressourcen, dort werden uns wichtige Informationen wie Kapazität oder Rate der Ressource kurz und knackig angezeigt. Doch wundern wir uns, dass die Geldrate kleiner ist als die Unterhaltskosten für unsere Einheiten, wir schreiben aber trotzdem grüne statt rote Zahlen. Nach einem Klicken auf die Ressourcen kommt eine ausführliche Auflistung, die uns zeigt, dass wir noch mehrere Boni bekommen. Diese werden aber in der Tooltip-Anzeige leider nicht mit eingerechnet. Das ist auf den ersten Blick wirklich verwirrend und sollte unbedingt geändert werden.

Die Stadt-Ansicht von Der Pate – Fünf Familien Beta ist sehr riesig und kaum gehen wir paar Blocks weiter, wissen wir schon nicht mehr wo unser Wohnviertel ist. Dafür gibt es ein Feld zur Eingabe von Koordinaten. Da wir unsere eigenen Koordinaten mit unserem schlechten Gedächtnis schlecht merken können, gibt es für unser Wohnviertel bereits einen Eintrag in der Kurzauswahl. Dieser kann per Drop-Down-Menü ausgewählt werden kann. Das finden wir super, denn wir können unserer Kurzauswahl noch weitere Gegenden hinzufügen und per Drop-Down auswählen.

Der optische Eindruck von Der Pate – Fünf Familien Beta ist wie ein Gemälde, dass bei einem Mafiaboss über dem Kamin hängen könnte. Bis auf das Anwesen werden alle aktiven Spielelemente ein wenig schärfer gezeichnet und heben sich daher vom Hintergrund ab. Optisch ist es nicht auf dem höchsten Niveau, aber es bringt die richtige Stimmung mit und das ist, was für uns zählt. Der Sound und die Musik geben ihren Senf auch noch dazu und bringen noch ein bisschen mehr Atmosphäre in das Ganze. Nach einiger Zeit wird es dann doch zu viel des Guten und dank den zwei Buttons für Sound und Musik können wir beides zum Schweigen bringen. Nett sind auch die kleine Animationen für den Bau von Gebäuden oder die Autofahrer, die auf unseren Straßen wie Geister umherirren. Manche Autos fahren in andere Autos hinein, manche verschwinden mitten auf der Straße oder kreuzen die Zugbrücke wie ein Flugzeug. Darauf achtet in der Regel keiner, aber es sieht schon ein wenig ulkig aus, wenn man es doch mal sieht. Zusätzlich bietet Der Pate – Fünf Familien Beta auch ein paar kleine Sehenswürdigkeiten. So finden wir das Empire State Building, die Wall Street oder den Times Square. Das finden wir nett anzusehen.

What?

Dem Browsergame Der Pate – Fünf Familien Beta merkt man sehr schnell seine englische Herkunft an. So können wir im Chat keine Umlaute schreiben, Beschreibungen sind oft zu lang und können daher nicht bis zu Ende gelesen werden oder Neuigkeiten, die auf englisch formuliert sind. Das ist natürlich sehr schade und wir hoffen, dass die Entwickler von Der Pate – Fünf Familien Beta die deutsche Übersetzung nochmal überarbeiten. Zudem bietet Der Pate – Fünf Familien Beta mehrere Sprachen an und stellt für die verschiedenen Länder eigene Server zur Verfügung, Während jede Menge englische Server zur Verfügung stehen, gibt es nur zwei deutsche Server. Das hört sich wenig an, aber reicht vollkommen. In Der Pate – Fünf Familien Beta gibt es ab und zu noch kleine Bugs, wie die Anzeige der Nachrichten, die oftmals den Geist aufgibt, manche Buttons lassen sich nicht aktivieren oder das Spiel lädt sich zu Tode. Meistens hilft einfach ein Neustart des Spiels, ist aber manchmal doch sehr lästig. Man merkt dem Browsergame eben noch seinen Beta-Status an.

Das Forum von Der Pate – Fünf Familien Beta hat leider keine Auswahlliste für die einzelnen Sprachen. Das deutsche Forum muss auf der Forum-Startseite ausgewählt werden, welches in der Forum-Abteilung „Français-Deutsch-Español-Italiano-English“ zu finden ist. Und von dort aus können wir zum deutschen Forum gelangen. Das hätte auch einfacher und schneller gehen können! Dafür ist das Forum aber sehr übersichtlich gestaltet und bis auf unser Startproblem akzeptabel. Allgemein finden wir eine aktive Community in Der Pate – Fünf Familien Beta. Vor allem im Chat und im Forum, ist die Community präsent. Leider finden wir nur eine Hand voll Online-Videos und ein paar wenige Fanseiten. Jedoch lässt sich weit aus mehr finden wenn wir im englischen Rahmen suchen.

Der Support bei Der Pate – Fünf Familien Beta ist etwas für sich. Gehen wir zum Support, vorausgesetzt dieser ist schon auf deutsch gestellt, kommen wir uns wie bei Google vor. Eine große Leiste für die Texteingabe mit einem Suche-Button. Darunter befinden sich „Exzellente Artikel“ und „Die beliebtesten Antworten“. Dort gibt es zum Glück eine Frage, die uns auch beschäftigt „Wie man den Support kontaktiert“. Nach etlichen Zeilen Text kommt eine Stelle „Klicke zuerst im Spielbildschirm auf Hilfe, dann auf der folgenden Seite auf Kontakt, um ein Formular zu öffnen.“ Diese Information verwirrt uns, da wir keine Hilfe beim Spielbildschirm finden. Aber am Ende dieses Textes kommt ein Button der sehr viel versprechend aussieht: „Kontaktiere uns“ so die Benennung. Nun haben wir endlich ein Formular zum Ausfüllen. Wir füllen schnell die Felder aus, auch unsere Frage stellen wir mit rein und dann kommen wir zu einem Punkt „Domain“. Wir fragen uns, was genau mit „Domain“ gemeint ist, da dieses Feld anscheinend erforderlich ist. Hinter dem Feld befindet sich ein Fragezeichen-Symbol. Dieses klicken wir an und es öffnet sich ein neuer Tab im Browser. In diesem steht wo wir unsere Domain finden, aber auf englisch. Es ist die Rede von Facebook-Domain oder Google+-Domain und am Ende steht noch „All of our domain titles contain both a name and a number.“ Also besteht eine Domain aus einem Namen und einer Nummer. Leider haben wir solch eine Kombination nie bei uns gesehen. Wenn wir im deutschen FAQ schauen, steht dort unter „Deine Domain“ absolut nichts. Wirklich sehr beruhigend. Wir probieren einfach unsere E-Mail, es meckert nicht und wir klicken auf den Fortfahren-Button. Das Erste was wir sehen ist die Überschrift „Vorgeschlagene Lösungen“ und darunter „Deine Frage ist nicht übermittelt worden.. Folgende Antworten helfen Ihnen möglicherweise sofort weiter.“ Das gibt uns natürlich den Rest. Nach einer zweiten Überschrift gibt es noch einen Submit- und einen Zurück-Button. Submit? Das hört sich doch gleich viel besser an. Nach dem Klicken folgt ein kurzer Text „Danke für deine Frage“ und ein OK-Button. Das ist ein wirkliches Horrorszenario! Vor allem weil wir nach Tagen immer noch keine einzige Antwort erhalten haben. Ob es nun daran liegt, dass wir keine „richtige“ Domain angeben haben oder der Support einfach keine Zeit hat, wissen wir nicht. Aber dieser Support ist nicht weiter zu empfehlen und muss unbedingt verbessert werden!

Fazit

Der Pate – Fünf Familien ist noch in der Beta-Phase und daher hoffen wir, das so Kleinigkeiten wie abgeschnittene Textteile, keine deutschen Umlaute im Chat oder kleine Bugs in Zukunft behoben werden. Der Support, der wirklich nicht akzeptabel ist, wird auch für andere Spiele der Kabam-Spielereihe benutzt. Daher können wir nur hoffen, dass dieser sich zum Vorteil aller einfacher und verständlicher entwickelt. Außerdem könnte das Tutorial ein wenig erweitert werden, da man beim Anfang doch oft vieles gar nicht wirklich mitbekommt. Aber das alles mal beiseite gelassen, Der Pate – Fünf Familien Beta ist ein wirklich fesselndes Strategie-Browsergame, dass uns durch die Spielmechanik und die Community in den Bann zieht. Daher ist Der Pate – Fünf Familien Beta ein wirklich gelungenes Mafia-Browsergame und ist für alle, die gern Mafia-Browsergame spielen, gern chatten und Gebäude aufbauen bzw. ausbauen genau das Richtige.

Alternativen

Wer eher auf ein etwas düsteres Mafia-Rollenspiel steht, mit spannenden Geschichten für den lohnt sich ein Blick in Chicago1920. Spieler, die gerne Items sammeln und auf bunt illustrierte Grafiken in einem Mafia/Gangster-Rollenspiel stehen, sollten sich Goodgame Mafia unbedingt anschauen. Wer lieber strategisch erobert und nicht vor dem Kauf von Premiumwährung zurückschreckt, der sollte einen Blick auf Goodfellas 1930 werfen.

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