Sie sind hier: Testserien > Kategorien > Handel > Rangers Land

» Bewertung

Spielspaß

6/10

Interface

6/10

Funktionen

5/10

Hilfe

4/10

Community

4/10

Text

7/10

Optik

4/10

Zugänglichkeit

7/10

Alle Bewertungskriterien aufgeschlüsselt

» Anzeigen

Schmuck-Checker
Schmuck-Checker

Screenshots

rangersLandKarte rangersLandFortSummner rangersLandMitDameSpielen rangersLandAusruesten rangersLandSunDownValley

Rangers Land im Test: das Browsergame mit den zwei Gesichtern

Rangers Land erwies sich im Test als eine harte Nuss. Mit viel Geduld und Spucke kämpften wir uns durch den Wilden Westen.

Aller Anfang ist schwer

Wie von Browsergames gewohnt, ist auch in Rangers Land das Registrieren einfach und kostenlos. Wir geben einen Spielernamen, ein Passwort und eine E-Mail-Adresse an und bestätigen, dass wir älter als zwölf Jahre alt sind. Gleich nach der Anmeldung erwartet uns... kein Tutorial. Total alleine gelassen im Wilden Westen sind wir etwas enttäuscht vom Einstieg in Rangers Land. Um heraus zu finden wie das Browsergame funktioniert, klicken wir uns durch das Interface.

Wir befinden uns in der Stadt Santa Fe, wie wir es an dem Schild neben unserem Ranger erkennen. Vor unserem Ranger sind fünf Icons über ein paar Häuser verteilt. Durch die Tooltips der Icons erkennen wir, dass es sich um einen Saloon, eine Bank, eine Pinkerton Agentur, einen Händler und einen Waffenhändler handelt. Am linken Rand des Interfaces ist eine vertikale Navigation angebracht, die zu dem selben Händler und Waffenhändler führt wie die Icons an den Häusern. Wer denkt doppelt hält besser, freut sich sicherlich, dass es fünf verschiedene Wege zur Bank gibt. Am oberen Rand des Interfaces ist eine Hauptnavigation angebracht. Diese hat leider keine Tooltips und nicht jede Beschriftung lässt uns erahnen, was sich hinter dem Button verbirgt. Wir klicken als erstes auf „Ranger“, um zu sehen, ob wir unseren Ranger optisch verändern können. Entgegen unserer Vermutung kommen wir nicht zu den Einstellungen des Rangers, sondern es ändert sich absolut nichts. Die Seite hat zwar neu geladen, aber unser Ranger steht immer noch neben dem Santa Fe Schild. Auch nach dem zweiten und dritten Klick auf den „Ranger“-Button. Da wir uns offensichtlich schon in dem Menü „Ranger“ befinden, hätten wir uns eine Hervorhebung des dazugehörigen Hauptnavigationspunktes gewünscht. Hinter dem Button „New Mexico“ verbirgt sich die Karte von Rangers Land. Die vertikale Navigation links neben der Karte hat die selben Navigationspunkte wie zuvor in der Stadtansicht mit dem Santa Fe Schild. Nun klicken wir auf den Hauptnavigationspunkt „News“ und anschließend wieder auf „New Mexico“. Jetzt hat die vertikale Navigation neben der Karte die Navigationspunkte von „News“ übernommen. Sehr verwirrend! Nicht nur aus diesem Grund kann Rangers Land mit seinem Interface nicht bei uns Punkten. Den selben Effekt haben wir übrigens auch beim Hauptnavigationspunkt „Bank“.

Rangers Land ist ein Browsergame voller Überraschungen. Wir vergleichen unsere Zwischenergebnisse mit einem anderen Tester und kommen auf zwei viel zu unterschiedliche Ergebnisse. Der Grund dafür ist, dass die Macher von Rangers Land zwei vollkommen unterschiedliche Interfaces auf verschiedenen Servern laufen lassen. Während wir mit dem Testen des neuen Interfaces beschäftigt waren, war der andere Tester mit dem alten Interfaces beschäftigt. Warum es keinen Hinweis bei der Serverauswahl gibt oder das Interface nicht einfach gewechselt werden kann ist uns unklar. Gefallen tut es uns jedenfalls nicht. Wie schon erwähnt, Rangers Land ist ein Browsergame voller Überraschungen. So wundert es uns nicht, dass das alte Interface übersichtlicher zu sein scheint als das neue Interface. Das alte Interface bietet neuen Spielern nach der Registrierung zwar auch kein Tutorial aber ein Begrüßungsschreiben mit einigen wichtigen Hinweisen zum Spielprinzip. So werden in dem langen Begrüßungsschreiben erste Schritte erklärt und hilfreiche Tipps zum Anfängerschutz und einigen Grundfunktionen gegeben. Das Begrüßungsschreiben kann jederzeit unter dem Hauptnavigationspunkt „Rangersland Intern“ unter „Tutorial“ geöffnet werden. Sollten wir also einen der Tipps vergessen, können wir ihn dort wiederfinden. Damit gefällt uns der Einstieg im alten Interface deutlich besser als im neuen Interface.

Das alte Interface ist schnell beschrieben, denn es hat eine flache Hierarchiestruktur. Fast alle Menüs können direkt über eine der zwei Navigationsleisten erreicht werden. Die einzelnen Punkte der Navigationsleisten haben im Gegensatz zum neuen Interface auch alle Tooltipps. So ist es einfach ein gesuchtes Menü zu finden. Sollte ein Menü nicht in einer der Navigationsleisten zu finden sein, dann versteckt es sich sicher hinter dem Navigationspunkt „Rangersland Intern“. Die Menüs an sich sind fast alle unterschiedlich aufgebaut. So werden manche Fenster mit einem X geschlossen, andere werden über einen beschrifteten Button geschlossen. Manche Tooltips werden zur Hälfte außerhalb des Browserfensters angezeigt. Viele der Navigationspunkte haben als Icon nur einen Buchstaben. Aber das alte Interface soll hier nicht zu stark kritisiert werden. Es gibt ja schließlich ein neues Interface, das uns in einigen Punkten noch weniger überzeugen konnte.

Infos sammeln

Das Begrüßungsschreiben war hilfreich um uns eine kleine Übersicht von Rangers Land zu verschaffen. Aber um Rangers Land mit all seinen Funktionen verstehen zu können, brauchen wir noch weitere Informationen. Einen Chat hat Rangers Land leider nicht. Das finden wir sehr schade, da es die Kommunikation mit den anderen Spielern stark einschränkt. Und die besten Tipps kommen schließlich immer von anderen Spielern. Glücklicherweise können wir einige interessante Informationen auf der Homepage einer Gang(Gilde/Clan) finden. Auch im Browsergame finden wir hilfreiche Informationen im Spiel-Wiki, das sich hinter dem „Help“-Button verbirgt. Das Spiel-Wiki ist übersichtlich, aber sehr klein. Hinter manchen Punkten sind überhaupt keine Erklärungen. Auch das Forum steuern wir auf unserer Suche an. Das Forum ist in die Bereiche Ankündigungen, News, Support und Jobs aufgeteilt. Der Bereich Support besteht aus lediglich zwei Einträgen und eine FAQ gibt es im Forum keine. Das ist für uns etwas wenig Unterstützung. Schade.

Der E-Mail Support ist neben Help und dem Forum einfach zu finden. Im ersten Schritt muss der Spielername, die E-Mail-Adresse, der Server auf dem gespielt wird, der Browser und ein Support-Thema angegeben werden. Alles angegebene kann im zweiten Schritt als Übersicht nochmals geprüft werden. Hier kann dann auch schon die Support-Anfrage geschrieben werden. Eigentlich ganz einfach. Leider ist das Interface des E-Mail Supports auf Englisch, obwohl wir auf einem deutschen Server spielen. Auch wenn Englisch in Deutschland zum Schulunterricht gehört, sollte es keine Voraussetzung sein, um den Support nutzen zu können. Dazu sagen wir „no way“! Ungefähr einen Tag später haben wir dann einen Hinweis auf die Bearbeitung unserer Support-Anfrage im Browsergame. Die Antwort vom Support erhalten wir als E-Mail auf die von uns angegebene E-Mail-Adresse. Die Antwort, die wir vom Support erhalten umfasst eine Zeile Text. Sie Beantwortet unsere Anfrage nicht zufriedenstellend und wir kommen uns nicht ernst genommen vor. Von einem Support erwarten wir eindeutig mehr.

Kämpfen und handeln

Nun da wir uns so gut wie möglich über Rangers Land informiert haben, wartet hoffentlich der Spielspaß auf uns. Wir krempeln die Ärmel hoch und machen uns mit neuer Motivation ans spielen. Um den Ranger auf Kämpfe vorzubereiten, besorgen wir uns als aller erstes zwei Revolver und passende Munition beim Waffenhändler. Auch trainieren lassen wir unseren Ranger. Dies macht ihn treffsicherer. Den Schaden, den unser Ranger im Kampf macht, lässt sich leicht berechnen. Dazu müssen wir einfach die Stärke unseres Rangers mit der Stärke seiner Revolver und seiner Munition addieren. Als Zufallswert kommt die Duellposition hinzu. Es gibt fünf Duellpositionen. Jede Duellposition ist zwei Duellpositionen überlegen und zwei anderen Duellpositionen unterlegen. Diese einfache Nachvollziehbarkeit gefällt uns gut.

Um nun gegen andere Spieler antreten zu können, müssen wir unseren Ranger mit unserem Trek (ein Verbund von Planwagen) in die Prärie schicken. Denn in der Prärie sind die Treks schutzlos und können deshalb nur hier angegriffen werden. Dazu reisen wir mit unserem Ranger und unserem Trek von Santa Fe nach Fort Summner. Während unserer Reise durch die Prärie, können wir die anderen Treks, die auf der selben Strecke unterwegs sind als Liste sehen. Dabei kann erst nach dem Anklicken eines Treks festgestellt werden, ob es sich um einen Spieler oder einen NPC handelt. Dies hätte bei entsprechender Gestaltung auch schon von der Trek-Liste abgelesen werden können. Schade. An dieser Stelle wollen wir noch erwähnen, dass wir während unseres gesamten Tests, keinem anderen Spieler in der Prärie begegnet sind. Treten wir nun also gegen einen NPC an. Wir suchen uns einen NPC aus der Liste aus und klicken auf Angreifen. Nach einer längeren Wartezeit kommt dann eine noch längere, langweilige Schießanimation. Im neuen Interface ist dies mit einer etwas actionreicheren Animation unterhaltsamer. Als Ergebnis des Angriffs wird ein kleines Fenster eingeblendet, das uns sagt: „Du hast gegen Edward Rose verloren.“ Das lassen wir uns natürlich nicht gefallen. Wir fahren mit unserem Trek weiter nach Fort Summner. Dort lassen wir unseren Ranger heilen, um einen neuen Versuch zu starten. Auch unser zweiter und unser dritter Angriffsversuch mit mehr Männern und stärkeren Waffen scheitert. Deprimiert müssen wir feststellen, dass die NPCs für Einsteiger zu stark sind.

Um den Geldbeutel unseres Rangers aufzubessern, kaufen wir in Fort Summner, beim Händler, eine Ladung Tabak. Mit dem Tabak im Trek fahren wir dann zurück nach Santa Fe, um es dort teurer zu verkaufen. In Santa Fe kaufen wir dann eine Ladung Getreide. Diese wiederum verkaufen wir in Fort Summner. Die Strecke Fort Summner – Santa Fe fahren wir nun so lange, bis wir das Geld für zwei weitere Männer und die passenden Colts zusammen haben. Auf der Reise zwischen den zwei Städten sehen wir in der Prärie immer wieder kaputte Planwagen. Beim durchsuchen der Planwagen finden wir kleine Mengen Munition, Geld oder Nuggets (Die Premiumwährung). Das stimmt uns dann doch wieder etwas positiv und macht das ewige Hin- und Herreisen ein kleines bisschen abwechslungsreicher. Schneller als beim Handeln mit Rohstoffen, kann Geld durch das Erledigen von Quests verdient werden. Beim Barkeeper oder bei der US Cavalry im Saloon können Quests angenommen werden. Die Quests bestehen zum Beispiel aus dem Transport von Waren, dem Befreien von Soldaten oder dem Duellieren von NPCs. Bei den Quests sind den Machern von Rangers Land schnell die Ideen ausgegangen. Denn leider wiederholen sich die Quests und machen das Browsergame dadurch etwas eintönig. Gut gefällt uns hingegen, dass die ersten Quests leicht zu bestehen sind.

Nebenbei fangen wir an eine eigene Siedlung in Sun Down Valley aufzubauen. Sun Down Valley ist ein weites, grünes Stück Land. Gehen wir nach der Geschwindigkeit, in der die Wolken über Sun Down Valley hinweg ziehen, sollten wir hier nach Hurrikans Ausschau halten. Die Gebäude in Sun Down Valley lassen sich mit Lehm, Holz und Ziegeln aufbauen. Diese Rohstoffe besorgen wir mit unserem Trek in den umliegenden Städten. Unser Ziel ist in Sun Down Valley eigene Rohstoffe zu produzieren, die wir in den anderen Städten verkaufen können.

Unsere Siedlung in Sun Down Valley ist nun zur Hälfte aufgebaut. Unsere Männer sind mit großen Colts und Gewehren ausgerüstet. Wir haben nun einen 4er Trek, statt dem anfänglichen 2er Trek. Und wir haben einige Quests erfolgreich abgeschlossen. Dennoch sind wir Level 1. Die Tatsache, dass man in Rangers Land Erfahrungspunkte nur durch gewonnene Kämpfe bekommen kann und durch verlorene Kämpfe sogar wieder verlieren, ist gerade für Anfänger sehr demotivierend. Ein schnellerer Level-Aufstieg und schwächere NPCs könnten hierfür eine Lösung sein.

Sonstiges

„Bitte klick an, was dich interessiert...“ steht in der Sprechblase des Waffenhändlers. Keine Begrüßung, keine Western Stimmung. So wie dieser Text sind fast alle Texte in Rangers Land. Uns ist klar, dass wir für den Einkauf auf etwas klicken müssen, Herr Waffenhändler. Wie wärs mit einem „Howdy“, einem „Was kann ich für Sie tun?“ oder „Ich habe die besten Colts für die besten Schützen“? Die etwas lieblosen Texte versetzen uns nicht in die passende Stimmung.

Rangers Land kann in allen aktuellen Browsern gespielt werden. Optimiert scheint Rangers Land für Firefox zu sein. Eine Überraschung erlebten wir im Internet Explorer 6, an dem viele Browsergames scheitern. Rangers Land jedoch ist hier ohne Probleme spielbar. Dafür gibt es ein dickes Lob von uns. Ein Interface für mobile Geräte kann Rangers Land nicht vorweisen. Das neue Interface ist auf mobilen Geräten mit kleinen Einschränkungen spielbar. So muss zum Beispiel auf die Reitanimation verzichtet werden, während der Trek auf Reisen ist.

Fazit

Rangers Land ist kein komplexes Browsergame. Einmal verstanden kann das Spielprinzip gut nachvollzogen werden. Leider macht das neue Interface vor allem durch ein fehlendes Tutorial den Einstieg in Rangersland schwer. Das neue Interface bringt zwar auch einige Verbesserungen gegenüber den alten Interface, leider aber auch einige Verschlechterungen. Schade ist auch, dass die Interfaces serverabhängig sind und nicht dem Spieler die Entscheidung für ein Interface überlassen wird. Grafisch wirkt Rangers Land veraltet und kann mit neuen Browsergames nicht mithalten. Wer an einem einfachen Spielprinzip interessiert ist und viel Geduld für den Levelaufstieg mitbringt, könnte sich Rangers Land mal anschauen.

Zum Anfang JETZT GRATIS SPIELEN
Schmuck-Checker