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Spielspaß

7/10

Einstieg

8/10

Optik

8/10

Originalität

7/10

Alle Bewertungskriterien aufgeschlüsselt

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Screenshots

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Hero Zero - Hier werden Superhelden erschaffen

Hero Zero ist ein humorbepacktes Superhelden-Rollen-Flashgame für den Browser. Hier werden keine Superhelden geboren, sondern geschaffen. „Hancock“ lässt grüßen - Wer diesen Film kennt, weiß, wie steinig der Weg zum richtigen Superhelden sein kann. Mit Morgenmantel und einem Fön bewaffnet, geht der Spieler auf Verbrecherjagt. Bei Hero Zero muss man sich Stück für Stück zu einem Superhelden herankämpfen, also von Zero zum Hero. Aber bis der Kleinstadt-Held zu einem richtigen Superhelden wird, ist es noch ein langer Weg.

Der Anfang einer jeden Superheldenkarriere

Bevor wir uns anmelden, müssen wir unseren Helden erst einmal erstellen. Wir können unser Geschlecht wählen und das Gesicht unseres Helden mit unterschiedlichen Merkmalen formen. Das finden wir klasse, so können wir mit individuellem Aussehen in das Verbrechensbekämpfungsbusiness einsteigen! Um das Ganze zu beschleunigen, benutzen wir den Zufallswürfel. Mit diesem wird eine zufällige Gesichtskombination gewählt. Mit einem Klick auf den „Weiter“-Button folgen die Angaben zum Heldennamen, E-Mail-Adresse und Passwort. Nachdem wir problemlos und einfach alles eingegeben haben, taucht ein Fenster auf: „Ein Held ist geboren“. Zudem steht geschrieben: „Gut siehst du aus! Aber kein Kostüm, keine Gadgets, keine Superkräfte? Na dann lassen wir erstmal Taten sprechen!“ Mit diesem tollen Kompliment und dem dazu geschriebenen Ratschlag folgen wir nun der Einführung. Mit gelben Pfeilen und Textboxen lernen wir Schritt für Schritt was zu tun ist. Leider wird in der Einführung nur ein Teil aller Menüpunkte durchgegangen. Das ist aber überhaupt kein Problem, denn sobald wir in ein unbekanntes Menü kommen, erhalten wir eine textliche Erläuterung des jeweiligen Menüs. Diese Erläuterungen geben uns alle Informationen, die wir zum Verständnis brauchen und können sogar über den oben platzierten „?“-Button immer wieder aufgerufen werden. Alles in allem ist Hero Zero sehr anfängerfreundlich. Das finden wir spitze!

Ein Held ist geboren – aber super ist er noch nicht

Noch halb nackt, wollen wir uns erst einmal bekleiden. Wir gehen in den Second Hand Shop und kaufen uns einen Morgenmantel und einen Fön. Das Hero Zero viel Wert auf Humor legt, dürfte wohl spätestens jetzt klar sein. Der Morgenmantel ist nicht gegen Kälte gedacht und der Fön ist nicht da, um die Augen der Bösewichte auszutrocknen, sondern jedes Item gibt uns zusätzliche Attributspunkte oder verleiht uns mehr Schaden. Jeder Held hat die vier folgenden Attribute: Kraft, Kondition, Grips und Intuition. Diese Attribute klingen in unseren Ohren ein wenig zu normal für Hero Zero, sind dafür aber leicht verständlich. Wenn wir, im Shop, über ein Item mit der Maus fahren, sehen wir, welche Attribute gestärkt und welche geschwächt werden. Zudem sehen wir, ob das Item allgemein besser ist als das bereits benutzte. Als i-Tüpfelchen werden die zusätzlichen Attributspunkte vom ausgewählten Item bei unseren Grund-Attributen erkenntlich visualisiert. Somit haben wir alle Werte im Überblick und können schnell entscheiden, ob das neue Item etwas für uns ist oder nicht. Damit kann Hero Zero bei uns punkten! Ein Highlight von Hero Zero ist die optische Darstellung der einzelnen Items, die unser Held trägt. Das sieht super aus und gefällt uns wirklich gut!

Nachdem nun die nackte Haut verdeckt ist, können wir uns dem Helden-Alltag widmen. In Hero Zero haben wir zwei verschiedene Missionsarten zur Auswahl. Die Zeitmission, in der wir einfach abwarten und dabei Münzen und Erfahrung abstauben und die Kampfmissionen, bei denen wir auch warten, aber zusätzlich ein Kampf am Ende erfolgt. Verlieren wir den Kampf, erhalten wir nur einen geringen Anteil des versprochenen Gewinns. Da Kampfmissionen nicht wirklich mit mehr Gewinn locken als die Zeitmissionen und ebenso mit einer Wartezeit verbunden sind, ist diese Art von Missionen nicht sehr lohnend. Das enttäuscht uns! Außerdem finden wir keine durchgehende Geschichte oder einen Erzfeind der aufgehalten werden muss. Ebenfalls sehr schade, denn was ist schon ein Held ohne seinen Erzfeind?! Als großes Trostpflaster begleiten uns dafür humorbepackte Texte bei allen Missionen. Diese bringen uns immer wieder zum Schmunzeln und gefallen uns gut.

Zur Abwechslung stehen uns in Hero Zero die Sondereinsätze bereit. Diese stehen uns aber erst ab Level 25 zur Verfügung. Da wir noch nicht soweit gekommen sind, können wir nun entweder unsere Muskeln trainieren, arbeiten gehen oder Duelle bestreiten. In Duellen klopfen wir uns mit anderen Helden gegenseitig die Rübe ein. Unsere Helden in Hero Zero sind Helden der ganz besonderen Art. Statt Schurken zu Jagen müssen andere Helden k.o. geschlagen werden, um als Nummer 1 gekrönt zu werden. Duelle können aber nicht nur wir beginnen, sondern auch andere Helden können uns jeder Zeit angreifen. Um zu sehen, wer uns angegriffen hat, können wir uns die Angreifer in einem Fenster anzeigen lassen. Jedes Mal wenn wir das Fenster wieder schließen wollen, folgt immer die Abfrage „Möchtest du die Liste der verpassten Duelle jetzt leeren?“. Diese Abfrage ist wirklich mehr als lästig und ist eindeutig ein negativer Faktor. Vor allem, da wir dort öfters reinschauen müssen, um das Ergebnis der einzelnen Duelle zu erfahren. Ein einfacher Button zum Leeren der verpassten Duelle wäre uns lieber gewesen. In Hero Zero sorgt das Team, also eine Art Gilde/Clan, für einen zusätzlichen Spaßfaktor. In einem Team haben wir die Möglichkeit zusätzliche Boni zu erhalten, wir können auch andere Teams angreifen, haben einen eigenen Team-Chat und können sogar unser Team-Wappen individualisieren. So macht doch Hero Zero gleich viel mehr Laune.

Farben machen Helden froh

Hero Zero bietet auch etwas für das Auge. Die Grafiken sind auf einem hohen Niveau, wenn auch recht bunt. Aber das ist auch passend für das Superhelden-Genre. Der Stil der Grafiken wird getrennt zwischen aktiven Elementen und Hintergründen. Die Hintergründe sind durch eine etwas dunklere Atmosphäre geprägt, während alle aktiven Elemente, die wir bedienen oder verändern können durch knallige Farben im Vordergrund stehen. Somit können wir ohne Probleme erkennen, was klickbar ist und was nicht. Das finden wir sehr angenehm. Das Design des Interfaces ist ein wenig chaotisch, ist aber vom Aufbau her klar unterteilt. Das finden wir spitze. Spitze finden wir auch die Tooltips, die potentielle Missverständnisse an Interface-Elementen entgegen wirken.

Fazit

In Hero Zero wird das Helden-Dasein ein wenig auf die Schippe genommen. Jedoch geht die Optik der Items gegen später immer mehr in Richtung Superhelden und das gefällt uns. Hero Zero bietet viel für das Auge, vor allem die Möglichkeit den Helden mit den Gegenständen zu bekleiden macht richtig Spaß. Auch die einfache und visuell dargestellte Anzeige für zusätzliche Attributspunkte durch Gegenstände ist sehr klasse. Die Texte für Missionen sind sehr unterhaltend und humorvoll geschrieben. Leider fehlt uns eine durchgehende Storyline oder ein zu bekämpfenden Erzfeind, die uns in die Welt von Hero Zero hineinziehen. Bei Batman gibt es den Joker, bei Superman Lex Luther, aber bei Hero Zero sind andere Helden die Zielscheibe, statt Verbündete zu sein. Das finden wir sehr schade, denn das hätte dem ewigen Helden-Alltag noch mehr Abwechslung und Spannung gegeben. Nichtsdestotrotz bietet Hero Zero viel Unterhaltung und ist empfehlenswert für jeden Spieler der Humor und Superhelden liebt.

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